1. Einleitung
Die vorliegende Arbeit befaßt sich schwerpunktmäßig mit dem Einfluß verschieden intensiver Landnutzungsformen auf die Flora, Vegetation und Biodiversität der im südlichen Namibia gelegenen Untersuchungsgebiete.
Die Arbeit wurde im Rahmen von und mit Unterstützung durch das Forschungsprojekt BIOTA (Biodiversity Transect Analysis in Africa) Southern Africa durchgeführt. Bei BIOTA Southern Africa handelt es sich um ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, in dem seit 2001 die Biodiversität entlang eines 2000 km langen, dem Hauptniederschlagsgradienten – ausgehend von dem Winterregengebiet der südafrikanischen Kapregion bis hin zu dem Sommerregengebiet des nördlichen Namibia – folgenden Transektes anhand von standardisierten 1 km2 Dauerbeobachtungsflächen erfaßt und untersucht wird.
Parallel dazu erfolgt die Untersuchung
des Einflusses verschiedener Landnutzungssysteme auf die Biome des
südwestlichen Afrika. Um dies zu gewährleisten, sind die vorhandenen
Daueruntersuchungsflächen i.d.R. pärchenweise angeordnet und zwar mit einer
unterschiedlich intensiven landwirtschaftlichen Nutzung beider Flächen eines
Pärchens, so daß neben dem Vergleich der Biome zusätzlich ein Nutzungsvergleich
pro Großlandschaft angestellt werden kann. Derzeit sind ca. 30 dieser
Biodiversitätsobservatorien genannten Dauerbeobachtungsflächen des BIOTA
Southern Africa Projektes eingerichtet. Die in dieser Arbeit untersuchten, im
südlichen Namibia in dem Biom der Nama-Karoo gelegenen
Biodiversitätsobservatorien Gellap-Ost und Nabaos stellen eines dieser oben
beschriebenen Pärchen dar.
Abb.1: Das BIOTA Southern Afrika Transekt in Namibia und Südafrika mit Lage der Biodiversitätobservatorien (Quelle: Teilprojekt S011, Christoph Schultz)